von Lena Westphal (Nachhaltigkeitsmanagement)
Immer häufiger stellt sich heraus, dass in vielen Bereichen im Leben keine Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann besteht. Dies hat oft auch den Grund, dass die Forschung zu bestimmten Themen, die für Frauen relevant sind, rückschrittig ist bzw. sich gerade erst aufbaut. So ist bekannt, dass die Klimakrise mehr negative Auswirkungen auf Frauen als auf Männer hat. Der vierte Gleichstellungsbericht des Bundes greift dieses Thema als Fokusthema mit der Bezeichnung „Gleichstellung in der sozial-ökologischen Transformation“ auf.
Disclaimer: In diesem Blogartikel wird von dem Familienmodell Frau, Mann, evtl. Kind(er) gesprochen und sich auf ein binäres Geschlecht bezogen. Ich bin mir bewusst, dass es natürlich und zum Glück (!) viele verschiedene Familienmodelle und Geschlechter gibt und möchte darauf hinweisen, dass beispielsweise alleinstehende, alleinerziehende, Frauen mit einer Behinderung, Trans*frauen oder Frauen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung noch härter von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind als heterosexuelle Cis-Frauen.
So nimmt die Marginalisierung von LGBTIQ+Personen beispielsweise im Katastrophenfall zu. Sie erfahren beim Zugang zu Wasser, Lebensmitteln, Gesundheitsversorgung und Notunterkünften häufig Diskriminierung.
*** English version below ***
Frauen sind gesundheitlich stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen als Männer, da sie häufiger mit Hitzesymptomen wie Kopfschmerzen, Leistungsabfall und Schlafstörungen zu kämpfen haben. Auch in der Schwangerschaft kann es durch Hitzewellen, die von der Erderwärmung ausgelöst werden, zu Komplikationen und sogar Frühgeburten kommen. Auch die Ressourcenverknappung, etwa bei Lebensmitteln, hat mehr Auswirkungen auf die Frau, da ihre Überlebenswahrscheinlichkeit geringer ist als bei Männern. So waren 2023 im Hitzesommer 75 Prozent aller Verstorbenen weiblich.
Es gibt auch gesellschaftliche und politische Gründe, warum Frauen stärker von der Erderwärmung betroffen sind. Das klassische Rollenbild einer Frau, das immer noch Teil unserer Gesellschaft ist, sieht vor, dass sich Frauen zunächst erstmal um andere kümmern und erst zum Schluss um sich selbst. Frauen leisten weltweit mehr Care-Arbeit (= Sorgearbeit oder Pflegearbeit) als Männer.

Die Ungleichverteilung von Sorge- und Haushaltsaufgaben erschwert es Frauen, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. So haben sie meistens einen schlecht bezahlten Job in der Familie und sind somit abhängig von ihrem Partner. Ihnen bleibt insgesamt auch weniger Zeit, sich ausreichend über den Klimawandel und dessen Folgen zu informieren.
Insgesamt sei betont, dass es sich hierbei nicht nur um Probleme der Frauen im globalen Süden handelt, sondern es ein weltweites Problem ist. Nach dem Wirbelsturm Katrina in den USA 2005 haben beispielsweise mehr Frauen als Männer aufgrund von Care-Arbeit ihren Job aufgegeben, damit sie sich besser um ihre Familien kümmern konnten.
Frauen arbeiten auch häufiger in Pflegeberufen und sind hier einem direkten Infektionsrisiko ausgesetzt, was die Corona-Pandemie bereits bestens gezeigt hat. Die Klimakrise wird langfristig für weitere und häufiger auftretende Pandemien sorgen und hier werden dann auch wieder Frauen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sein, da sie vermehrt an vorderster Front in systemrelevanten Berufen arbeiten. Pandemien sorgen zusätzlich dafür, dass die Gleichstellung von Frau und Mann wieder gefährdet wird, da sich Frauen auch eher um das Homeschooling der Kinder kümmern als Männer.
Mehr als zwei Drittel der Studien (68 Prozent) zeigen, dass Frauen durch den Klimawandel größeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Das Kreisdiagramm zeigt die Ergebnisse von 130 Studien über Klimawandel und Gesundheit: 89 Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Frauen stärker betroffen sind als Männer, 30 Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Männer stärker betroffen sind als Frauen, und 11 Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es keinen Unterschied in der Betroffenheit von Männern und Frauen gibt. Weltweit sind Frauen häufiger als Männer von klimabedingter Ernährungsunsicherheit betroffen und leiden nach extremen Wetterereignissen auch häufiger unter psychischen Erkrankungen oder Gewalt in der Partnerschaft.

Weltweit sind Frauen insgesamt stärker von Armut betroffen und verfügen über weniger Geld oder Besitz als Männer. Im globalen Süden haben Frauen tendenziell weniger Landbesitz, weniger Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln wie Geräten, Saatgut oder Dünger, aber auch weniger Kapital.
Aufgrund der zunehmenden Trockenheit verlängert sich die Strecke bis zu den Wasserquellen. Die Wasserversorgung ist in vielen Kulturen Frauensache und meistens essen und trinken Männer zuerst, sodass am Ende kaum noch etwas für die Frauen übrigbleibt, obwohl diese das Wasser, aufgrund ihrer Menstruation, dringend benötigen. Durch die weiteren Wege, machen sich die Frauen häufig schon im Dunkeln auf den Weg oder kehren erst nachts zurück, wodurch sie einem erhöhten Risiko von sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.
Frauen werden früher zu Hausarbeit, wozu auch das Heranschaffen von Wasser gehört, herangezogen. Sie haben dadurch weniger Zeit und Gelegenheit, Bildung zu erlangen, wenn die Wege zu den Wasserstellen immer weiter werden.
Die Lebensmittel werden aufgrund klimatischer Veränderungen insgesamt knapper. Frauen in ärmeren Ländern sind eher dem Risiko zu hungern ausgesetzt als Männer, da die knappe Nahrung eher an sie verteilt wird.
Auch politisch gesehen haben Frauen einen Nachteil. In selbstversorgenden Familien führt die Politik dazu, dass sich diese Familien auf immer schlechteren Böden durchschlagen müssen. Sobald Männer die Familien als “Klimaflüchtlinge” verlassen, müssen die hinterbliebenen Frauen ihre Familien alleine versorgen, was sie noch angreifbarer macht.
Kommt es zu Extremwetterereignissen verletzen sich oder sterben Frauen sogar häufiger als Männer. Vor allem in Ländern, in denen Frauen einen niedrigeren sozioökonomischen Status haben, gehen diese selten ohne männliche Begleitung aus dem Haus, tragen Kleidung, die die Bewegungsfreiheit bei möglichen Überflutungen sehr einschränkt und werden später vor Klimakatastrophen gewarnt. Während die Männer bei der Arbeit sind, kümmern sich Frauen zu Hause um die Familie und den Haushalt. Oft können Frauen auch nicht schwimmen, was die Flucht bei Überschwemmungen nahezu unmöglich macht. So waren 2004 bei dem Tsunami in Südostasien 70 Prozent der Todesopfer Frauen.
Als 1991 der Zyklon “Gorki” an der Küste von Bangladesch wütete, kamen neunmal mehr Frauen ums Leben als Männer. Bei den verheerenden Buschbränden 2009 in Australien wollten sich doppelt so viele Frauen als Männer in Sicherheit bringen. Und als 2016 in Kenia wegen einer schweren Dürre zwei Millionen Menschen hungern mussten, waren es jeweils die Frauen, die als letzte Lebensmittel erhielten.
Hinzu kommt, dass klimawandelbedingte Katastrophen häufig die Versorgung mit Mitteln der Familienplanung und den Zugang zu gynäkologischen Untersuchungen oder Geburtshilfe einschränken.
Als wäre das nicht alles schon genug, steigt auch die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen. Zwangsheiraten könnten im globalen Süden wieder zunehmen, weil die Klimakrise den Zugang zu Bildung und Hilfsangeboten stark negativ beeinflusst. Es kommt zu Ernteausfällen, junge Frauen werden vermehrt zu Hause gebraucht, um die Familien zu unterstützen und werden häufiger jung verheiratet oder gegen Vieh verkauft. Es kommt auch dazu, dass (junge) Frauen zu Prostitution gezwungen werden. Dies hat dazu geführt, dass im südlichen Afrika, aufgrund von Dürreperioden, die HIV-Infektionen gestiegen sind. All diese “Maßnahmen” werden von den Familien durchgeführt, um das fehlende Einkommen zu kompensieren und die restliche Familie vor Hunger zu schützen.
Selbst wenn Frauen in Notunterkünften unterkommen, sind sie dort vermehrt Gewaltdelikten ausgesetzt und haben nahezu keine Privatsphäre.
Gerade weil Frauen stärker vom Klimawandel betroffen sind, nehmen sie den Klimawandel stärker als Bedrohung wahr als Männer. Sie setzen sich mehr für den Klimaschutz ein und fordern auch mehr politische Maßnahmen und sind auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben. So war es ab dem 20. August 2018 Greta Thunberg, die in Schweden die „Schulstreiks für’s Klima“ startete und damit weltweit die “Fridays For Future”-Bewegung loslöste.

In Deutschland ist vor allem Luisa Neubauer für ihren Aktivismus bekannt und setzt sich auf Demos oder in Talkrunden vor allem mit männlichen Politikern auseinander. Generell sind überproportional viele Frauen an der Protestbewegung beteiligt.

(Quelle: Utopia.de)
Frauen haben insgesamt einen klimafreundlicheren Lebensstil. Sie essen weniger Fleisch und fahren weniger Auto. Oft ist das aber keine bewusste Entscheidung, da sie weniger befugt sind, einen umweltbelastenden Lebensstil zu führen. Eine französische Studie fand vor kurzem heraus, dass Männer 26 Prozent mehr CO₂-Emissionen verursachen als Frauen. Während auf Männer jährlich 5,3 Tonnen CO₂ zurückgehen, sind es bei Frauen 3,9 Tonnen. Die Bereiche Verkehr und Ernährung machen zusammen rund die Hälfte eines durchschnittlichen CO₂-Fußabdruckes aus.
Viele argumentieren, dass Männer mehr Kalorien oder Fleisch benötigen oder allein durch ihren Job mehr CO₂ verbrauchen als Frauen. Dies konnte die Studie allerdings widerlegen. Rechnet man alle sozioökonomischen, biologischen und gesellschaftlichen Unterschiede heraus, bleibt immer noch ein Geschlechterunterschied von 18 Prozent. Für diese restlichen 18 Prozent konnten die Forscher:innen keine Erklärung bieten.
In Ländern, in denen Frauen politisch mehr Mitspracherecht haben, ist jedoch auch die CO₂-Belastung geringer und das Interesse an strukturellen Veränderungen größer. Außerdem zeigen Frauen in ihrem Alltag mehr Engagement, etwa beim Einkauf, bei der Arbeit, bei politischen Wahlen oder beim Engagement in ihren privaten Bereichen.
Leider ist es bisher weltweit so, dass kaum Frauen an den politischen Entscheidungen mitwirken können, da sie bei beispielsweise Klimakonferenzen immer noch unterrepräsentiert sind. Ihre Bedürfnisse werden von den männlichen Entscheidungsträgern stets vernachlässigt. Dementsprechend hätte es einen großen Einfluss, wenn Frauen mehr zu sagen hätten und häufiger bei Entscheidungen beteiligt werden.
Seit Jahrzehnten warnen Expert:innen, dass klassische Geschlechterrollen die Menschen anfälliger für extreme Wetterereignisse machen. Politische Entscheidungsträger haben diese Warnungen lange ignoriert. Heute sind sie gezwungen umzudenken und sich zu fragen, wie sich Ungleichheiten abbauen lassen, die sich anderenfalls immer weiter zu verstärken drohen.
Die Klimakrise bedroht vor allem arme Bevölkerungsschichten, die keinen politischen Einfluss haben. Die meisten Frauen haben kein Mitspracherecht, wenn es um die Diskussion um die Verwendung und Nutzung von Ressourcen oder um grundlegende Entscheidungen geht.

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 haben sich die Staatsoberhaupte darauf geeinigt, die globale Erderwärmung auf durchschnittlich 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Unterzeichner:innen einigten sich zudem auch auf einen “geschlechtergerechten” Ansatz bei der Anpassung an den Klimawandel. Dieser sollte sich an den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Systeme verändert werden, die noch immer an alten Ungleichheiten festhalten. Machtverhältnisse müssen neu gedacht werden. Dies würde bedeuten, dass Reichtum und Ressourcen weltweit gleichmäßiger verteilt werden müssen und es eine gerechtere Mitbestimmung und Beteiligung bei umweltpolitischen Themen gibt.
Bisher gibt es allerdings wenig Belege für diesen Wandel, weshalb die Ungleichheit immer noch Tagesordnung ist. Die Beteiligung von Frauen an Anpassungsprojekten ist sehr selten und auch in der nationalen Klimapolitik werden die Bedürfnisse von Frauen nicht genug beachtet.
Die Geschlechtergleichheit wird aber immerhin in vielerlei Hinsicht angestrebt. So ist es beispielsweise eines der 17 Ziele der Sustainable Development Goals (kurz: SDG’s). Durch die UN-Klimakonferenzen gründeten sich auch zwei transnationale Netzwerke: das zivilgesellschaftliche GenderCC – Women for Climate Justice und die Global Gender and Climate Alliance (GGCA).
Abschließend muss jedoch betont werden, dass das persönliche Konsumverhalten von Frauen und Männern einen nicht so großen Einfluss auf das Klima hat wie Unternehmen. Rund 100 Unternehmen machen weltweit bereits 70 Prozent der Treibhausemissionen aus. Somit haben Politik und Wirtschaft den größeren Einfluss.
Außerdem gibt es auch Momente, in denen Männer stärker vom Klimawandel bedroht sind, als Frauen. Dies ist allerdings die Seltenheit. Ein Beispiel ist aber, dass Männer, aufgrund ihres klassischen Rollenbildes, bei Waldbränden länger in ihrem Haus bleiben, um es zu “beschützen”, während sich die Frauen mit dem restlichen Teil der Familie in Sicherheit bringen. Dies ist u. a. auf die toxische Männlichkeit zurückzuführen, aufgrund derer dieses Verhalten von Männern erwartet wird. Dieser Faktor ist natürlich auch nicht gesund. Allerdings ist bewiesen, dass der Klimawandel zu einseitig naturwissenschaftlich und damit stark stereotyp männlich diskutiert wird. Frauen leiden somit insgesamt mehr unter den Folgen der Klimakrise und viele dieser Folgen wurden durch patriarchle Strukturen verursacht.
*** English version ***
Climate crisis: women more affected than men
by Lena Westphal (Sustainability Management)
It is becoming increasingly apparent that in many areas of life there is no equality between women and men. This is often due to the fact that research on certain topics that are relevant to women is lagging behind or is only just beginning to develop. For example, it is known that the climate crisis has more negative effects on women than on men. The federal government’s fourth Gender Equality Report takes up this topic as a focus theme with the title “Equality in the socio-ecological transformation”.
Disclaimer: This blog article refers to the family model of woman, man, possibly child(ren) and refers to a binary gender. I am aware that there are of course and fortunately (!) many different family models and genders and would like to point out that, for example, single women, single parents, women with a disability, trans* women or women in a same-sex relationship are even harder hit by the effects of the climate crisis than heterosexual cis women.
For example, the marginalization of LGBTIQ+ people increases in the event of a disaster. They often experience discrimination when it comes to access to water, food, healthcare and emergency shelters.
Women’s health is more affected by the effects of climate change than men, as they are more likely to suffer from heat-related symptoms such as headaches, reduced performance and sleep disorders. Heatwaves caused by global warming can also lead to complications and even premature births during pregnancy. The scarcity of resources, such as food, also has a greater impact on women, as they are less likely to survive than men. In 2023, for example, 75 percent of all deaths in the heatwave summer were female.
There are also social and political reasons why women are more affected by global warming. The classic role model of a woman, which is still part of our society, is that women first take care of others and only then take care of themselves. Worldwide, women perform more care work than men.

The unequal distribution of care and household tasks makes it difficult for women to adapt to the effects of climate change. They usually have a low-paid job in the family and are therefore dependent on their partner. Overall, they also have less time to inform themselves sufficiently about climate change and its consequences.
Overall, it should be emphasized that this is not just a problem for women in the Global South, but a worldwide problem. After Hurricane Katrina in the USA in 2005, for example, more women than men gave up their jobs due to care work so that they could take better care of their families.
Women also work more frequently in care professions and are directly exposed to the risk of infection, as the coronavirus pandemic has already shown. The climate crisis will lead to further and more frequent pandemics in the long term, and women will again be exposed to an increased risk of infection, as they are increasingly working at the front line in systemically relevant professions. Pandemics also ensure that gender equality is once again at risk, as women are also more likely to homeschool their children than men.
More than two thirds of the studies (68 percent) show that women are exposed to greater health risks as a result of climate change. The pie chart shows the results of 130 studies on climate change and health: 89 studies came to the conclusion that women are more affected than men, 30 studies came to the conclusion that men are more affected than women, and 11 studies came to the conclusion that there is no difference in the extent to which men and women are affected. Globally, women are more likely than men to be affected by climate-related food insecurity and are also more likely to suffer from mental illness or intimate partner violence following extreme weather events.

Worldwide, women are generally more affected by poverty and have less money or property than men. In the global South, women tend to own less land, have less access to agricultural production resources such as equipment, seeds or fertilizer, but also less capital.
Due to the increasing drought, the distance to water sources is increasing. In many cultures, water supply is a matter for women and men usually eat and drink first, so that in the end there is hardly anything left for the women, even though they urgently need the water due to their menstruation. Due to the longer distances, women often set off in the dark or only return at night, which exposes them to an increased risk of sexualized violence.
Women are called upon to do housework earlier, including fetching water. As a result, they have less time and opportunity to gain an education as the distances to water points become ever longer.
Food is becoming scarcer overall due to climatic changes. Women in poorer countries are more at risk of starvation than men, as the scarce food is more likely to be distributed to them.
Women are also at a political disadvantage. In self-sufficient families, the policy means that these families have to eke out a living on increasingly poor soil. As soon as men leave their families as “climate refugees”, the women left behind have to support their families alone, which makes them even more vulnerable.
When extreme weather events occur, women are injured or even die more often than men. Particularly in countries where women have a lower socio-economic status, they rarely leave the house without a male companion, wear clothing that severely restricts their freedom of movement in the event of flooding and are later warned of climate disasters. While men are at work, women are at home taking care of the family and the household. Women often cannot swim either, which makes it almost impossible for them to escape in the event of flooding. In the 2004 tsunami in South East Asia, for example, 70 percent of the fatalities were women.
When Cyclone “Gorki” hit the coast of Bangladesh in 1991, nine times more women lost their lives than men. During the devastating bushfires in Australia in 2009, twice as many women tried to flee to safety as men. And when two million people went hungry due to a severe drought in Kenya in 2016, it was women who were the last to receive food.
In addition, climate change-related disasters often limit the supply of family planning resources and access to gynecological examinations or obstetric care.
As if that wasn’t enough, sexualized violence against women is also on the rise. Forced marriages could increase again in the Global South because the climate crisis is having a major negative impact on access to education and aid. There are crop failures, young women are increasingly needed at home to support their families and are more often married off young or sold for livestock. (Young) women are also forced into prostitution. This has led to an increase in HIV infections in southern Africa due to periods of drought. All these “measures” are carried out by families to compensate for the lack of income and to protect the rest of the family from hunger. Even if women are accommodated in emergency shelters, they are increasingly exposed to violence and have almost no privacy.
Precisely because women are more affected by climate change, they perceive climate change as more of a threat than men. They are more committed to climate protection and also demand more political measures and are prepared to spend more money on them. It was Greta Thunberg, for example, who launched the “School Strikes for the Climate” in Sweden on August 20, 2018, thereby triggering the “Fridays For Future” movement worldwide.

In Germany, Luisa Neubauer in particular is known for her activism and mainly confronts male politicians at demonstrations or in talks. In general, a disproportionately high number of women are involved in the protest movement.

(source: Utopia.de)
Overall, women have a more climate-friendly lifestyle. They eat less meat and drive less. However, this is often not a conscious decision, as they are less empowered to lead an environmentally harmful lifestyle. A French study recently found that men cause 26 percent more CO₂ emissions than women. While men are responsible for 5.3 tons of CO₂ per year, the figure for women is 3.9 tons. The transport and food sectors together account for around half of an average CO₂ footprint.
Many argue that men need more calories or meat or consume more CO₂ than women simply because of their job. However, the study was able to disprove this. If all socio-economic, biological and social differences are factored out, there is still a gender difference of 18 percent. The researchers were unable to provide an explanation for this remaining 18%.
However, in countries where women have a greater political say, carbon pollution is also lower and interest in structural change is greater. Women also show more commitment in their everyday lives, for example when shopping, at work, in political elections or in their private lives.
Unfortunately, women have hardly been able to participate in political decisions worldwide to date, as they are still underrepresented at climate conferences, for example. Their needs are always neglected by male decision-makers. Accordingly, it would have a major impact if women had more say and were more frequently involved in decision-making.
For decades, experts have warned that traditional gender roles make people more vulnerable to extreme weather events. Political decision-makers have long ignored these warnings. Today, they are forced to rethink and ask themselves how inequalities can be reduced, which otherwise threaten to become ever more pronounced.
The climate crisis primarily threatens poor sections of the population who have no political influence. Most women have no say when it comes to discussions about the use and utilization of resources or fundamental decisions.

In the Paris Climate Agreement of 2015, the heads of state agreed to limit global warming to an average of 1.5 degrees Celsius above pre-industrial levels. The signatories also agreed on a “gender-responsive” approach to adapting to climate change. This should be based on the best available scientific knowledge.
In order to achieve this goal, the systems that still hold on to old inequalities must be changed. Power relations need to be rethought. This would mean that wealth and resources must be distributed more evenly worldwide and that there must be fairer co-determination and participation in environmental policy issues.
So far, however, there is little evidence of this change, which is why inequality is still the order of the day. The participation of women in adaptation projects is very rare and women’s needs are not sufficiently considered in national climate policy.
However, gender equality is still being pursued in many respects. For example, it is one of the 17 goals of the Sustainable Development Goals (SDGs for short). The UN climate conferences also led to the establishment of two transnational networks: the civil society GenderCC – Women for Climate Justice and the Global Gender and Climate Alliance (GGCA).
Finally, however, it must be emphasized that the personal consumer behavior of women and men does not have as great an impact on the climate as companies. Around 100 companies already account for 70 percent of greenhouse gas emissions worldwide. Politics and business therefore have the greater influence.
There are also times when men are more threatened by climate change than women. However, this is a rarity. One example, however, is that men, due to their traditional role model, stay longer in their house during forest fires to “protect” it, while women take the rest of the family to safety. This is partly due to toxic masculinity, because of which this behavior is expected of men. This factor is of course not healthy either. However, it has been proven that climate change is discussed too one-sidedly in scientific terms and thus in a strongly stereotypically male way. Women are therefore suffering more overall from the consequences of the climate crisis and many of these consequences were caused by patriarchal structures.
Inhaltliche Quellen:
- https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/ministerium/berichte-der-bundesregierung/vierter-gleichstellungsbericht-257274
- https://www.aerztinnenbund.de/Frauen_gesundheitlich_vom_Klimawandel.3715.0.2.html
- https://www.dw.com/de/frauen-klimakrise-stärker-betroffen-maenner-geschlechergerechtigkeit-klimagerechtigkeit-klimawandel/a-62092939
- https://dgvn.de/meldung/klimagerechtigkeit-und-geschlecht-warum-frauen-besonders-anfaellig-fuer-klimawandel-naturkatastroph
- https://unwomen.de/klima-und-gender/
- https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/klima-ressourcen/rolle-von-frauen-im-klimaschutz-aufwerten
- https://www.bmz.de/de/themen/frauenrechte-und-gender/gender-und-klima
- https://www.rnd.de/wissen/klimawandel-und-das-maennliche-geschlecht-gibt-es-den-eco-gender-gap-wirklich-Y7LWRBWX7BAAJF3XKFFA2FZ6GA.html
- https://www.genanet.de/themen/klima
- https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/studie-maenner-verbrauchen-26-mehr-emissionen-als-frauen-fleisch-und-autos-a-a7358f7c-5470-42af-b5ea-8ba8337b5460
- https://www.lse.ac.uk/granthaminstitute/publication/the-gender-gap-in-carbon-footprints-determinants-and-implications/
- https://sites.manchester.ac.uk/global-social-challenges/2022/07/07/corporations-vs-consumers-who-is-really-to-blame-for-climate-change/
Quellen Abbildungen:
- Abbildung 1: https://www.spiegel.de/karriere/care-arbeit-und-die-haeusliche-gehaltsluecke-warum-das-gleiche-nicht-gerecht-ist-a-a64b128d-d206-4360-8246-5b4bdbb11d16
- Abbildung 2: https://www.carbonbrief.org/mapped-how-climate-change-disproportionately-affects-womens-health/
- Abbildung 3: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/greta-thunberg-fridays-for-future-100.html
- Abbildung 4: https://utopia.de/markus-lanz-luisa-neubauer-friedrich-merz-klimapolitik_192757/
- Abbildung 5: https://dgvn.de/meldung/klimagerechtigkeit-und-geschlecht-warum-frauen-besonders-anfaellig-fuer-klimawandel-naturkatastroph
Ocean Acidification
The Invisible Invasion: Why Do Some Species Get Attention and Others Don’t?
The freshwater jellyfish Craspedacusta sowerbii is one of the world’s most widespread invasive species, now found across freshwater systems on nearly every continent. Yet most people have never heard of it.
Our recent European study revealed that:
- more than 80% of people did not know the species’ scientific name,
- nearly half thought it was a marine jellyfish,
- and only one-third recognized it as non-native or invasive.
https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/pan3.70344
This raises an interesting question: How can a species spread globally while remaining almost socially invisible? Part of the answer may be surprisingly simple: freshwater jellyfish are tiny, transparent, seasonal, and mostly harmless to humans. Imagine if these jellyfish caused severe stings in swimmers. Imagine Danish lakes suddenly filled with painful jellyfish blooms. The media response, public concern, and political attention would likely be immediate and enormous. Instead, the species remains largely unnoticed because it does not directly threaten human comfort or safety.
This contrast says a lot about how society perceives environmental risk. In 2026, millions followed the dramatic rescue attempt of “Timmy,” a stranded humpback whale in Germany. The rescue operation reportedly involved over a million euros, massive media attention, livestreams, and emotional public engagement.
https://www.theguardian.com/world/2026/apr/28/timmy-whale-barge-rescue-attempt-germany
At the same time, silent aquatic invasions capable of altering ecosystems across continents often struggle to receive even basic research funding. Speaking as a jellyfish researcher, this contrast is difficult to ignore.
Research on gelatinous organisms and cryptic invasions frequently receives limited support, despite their potentially important ecological consequences under climate change and global species redistribution. Another study where I was also involved, highlights a related issue: the language and narratives we use strongly shape public understanding of ecological problems.
https://www.reabic.net/journals/mbi/2026/1/MBI_2026_Vilizzi_etal.pdf
Similarly, previous research on jellyfish media coverage showed that jellyfish associated with painful stings or dangerous blooms receive dramatically more media attention and stronger emotional responses from the public.
https://link.springer.com/article/10.1007/s11852-016-0423-2
Perhaps freshwater jellyfish represent the opposite extreme: an invasive species spreading quietly because it lacks the dramatic narrative that usually drives headlines. And maybe this is one of the biggest challenges in modern ecology:
not only detecting environmental change
but learning how to communicate the quiet ones before they become impossible to ignore.
The Invisible Invasion: Why Do Some Species Get Attention and Others Don’t?
Ocean Acidification
Chemie: macht das Unsichtbare sichtbar
English version below
Wenn man an Chemie denkt, denkt man wahrscheinlich schnell an explodierende Gläser, ätzende Säuren und verrückte Professoren, aber nicht an den Ozean. Hier an Bord wird unsere Wissenschaftsteam auch von zwei chemischen Ozeanographen begleitet, Tobias Steinhoff und Kristin Kampen.
Den beiden habe ich die Frage gestellt, „Was findet ihr an der chemischen Ozeanografie spannend?“: Es ist unglaublich interessant, was es alles an unsichtbaren Prozessen im Meer gibt, die unser aller Leben beeinflussen: In der chemischen Ozeanographie untersuchen wir, wie sich chemische Bestandteile im Meer verhalten, z.B. wie sich gelöste Gase (wie CO₂ und Sauerstoff), Nährsalze (wie Nitrat und Phosphat), Spurenmetalle und organische Verbindungen im Meerwasser verhalten und verteilen. Der Ozean nimmt CO₂ auf, produziert Sauerstoff und transportiert Nährstoffe durch den Ozean und überall wirken chemische Prozesse mit. Diese Zusammenhänge zu verstehen ist Grundlage unserer Arbeit.
Auf unserer Ausfahrt in der Labradorsee nehmen sie Seewasserproben und extrahieren gelöstes organisches Material (DOM). Dies umfasst alle organischen Verbindungen, die im Meerwasser gelöst sind, also nicht als Partikel vorliegen. Das sind zum Beispiel Zucker, Aminosäuren, Fette und komplexere Moleküle, die aus abgestorbenen Organismen, Ausscheidungen von Meereslebewesen oder dem Abbau von Algen stammen. Als einer der größten Kohlenstoffspeicher spielt DOM eine zentrale Rolle im marinen Kohlenstoffkreislauf. Die Labradorsee ist eine der wichtigsten Regionen für die Bildung des North Atlantic Deep Water (NADW). Oberflächenwasser sinkt in die Tiefe und nimmt dabei DOM mit. Das NADW verteilt dieses Material dann über Jahrhunderte durch die Weltmeere und entzieht so der Atmosphäre langfristig Kohlenstoff. Zusätzlich werden kontinuierliche Messungen von pCO₂/O₂ im Oberflächenwasser während der Fahrt durchgeführt, um sich den Austausch von CO₂ zwischen Ozean und Atmosphäre anzuschauen. Viele Prozesse sind hierbei immer noch nicht vollständig verstanden, wie z.B. der Gasaustausch bei hohen Windgeschwindigkeiten.


Da es hier auf See, besonders in dieser Region, oft sehr stürmisch zugeht, ist kein Geheimnis und es geht natürlich besonders in einem Chemie Labor dann doch mal etwas zu Bruch. Wie läuft diese Arbeit also bei 11bft und 6 Meter Wellen ab. Wasserproben müssen meist innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden. Da kann man nicht immer Rücksicht auf die Wetterbedingungen nehmen. Einige Arbeiten werden immer noch nasschemisch gemacht und unter Einsatz von Glasmaterial. Sowohl das genaue Abmessen von Reagenzien als auch das Zusammenhalten der Glasware ist nicht immer einfach bei einem rollenden Schiff (und auch nicht immer erfolgreich). Man versucht zwar den doch dann plötzlichen Bewegungen des Schiffes entgegenzuwirken und alle Proben Behälter, Kisten und Flaschen zu sichern. Man wird aber dann doch mal von einem umkippenden Mülleimer überrascht und die noch neu verpackten Plastikröhrchen oder andere Fliegengewichte im Regal finden bei der einen oder anderen Welle ihren Weg auf die gegenüberliegende Seite im Labor. Dazu kommt, dass beim Arbeiten mit chemischen Stoffen und Proben doch des Öfteren beide Hände für die Arbeit gebraucht werden. Wird man dann allerdings von einer Welle überrascht, erfordert das Festhalten mit der dritten Hand (Fuß falls man schnell genug ist), einiges an Bauchmuskeln.

Foto: Julia Pelle
Das Besondere an der Arbeit auf See ist, dass man neben der alltäglichen Schreibtischarbeit auch praktisch arbeiten kann. Dabei ist man auf die enge Zusammenarbeit mit seinen Kollegen angewiesen und lernt sie dabei viel besser kennen. Zusätzlich sind auch viele andere Forschungsbereiche mit an Bord, wodurch es einen spannenden Austausch zwischen den einzelnen Gruppen gibt.
Zum Schluss hier noch ein kleiner Tipp am Rande von unseren Chemikern und für deine erste Forschungsseereise: Laschen, laschen, laschen und immer ein Ohr am Bordfunk: Der Arbeitsplan ist bei den Wetterbedingungen eher ein Vorschlag und kann sich stündlich ändern (die nächste CTD Station ist immer um die Ecke).
Chemistry: Making the Invisible Visible
When you think of chemistry, you probably quickly imagine exploding glassware, corrosive acids, and crazy professors, but not the ocean. Here on board, our scientific team is also accompanied by two chemical oceanographers, Tobias Steinhoff und Kristin Kampen.
I asked them the question: “What do you find exciting about chemical oceanography?”
“It is incredibly fascinating how many invisible processes exist in the ocean that influence all of our lives. In chemical oceanography, we study the fate of various chemical components in the ocean: for example, how dissolved gases (such as CO₂ and oxygen), nutrients (such as nitrate and phosphate), trace metals, and organic compounds behave and are distributed in seawater. The ocean absorbs CO₂, produces oxygen, and transports nutrients through complex cycles, including chemical processes. Understanding these relationships forms the basis of our work.”
During our expedition in the Labrador Sea, they collect seawater samples and extract dissolved organic material (DOM). This includes all compounds dissolved in seawater, meaning they are not present as particles. Examples include sugars, amino acids, fats, and more complex molecules that originate from dead organisms, excretions from marine life, or the breakdown of algae. As one of the largest carbon reservoirs, DOM plays a central role in the marine carbon cycle.


The Labrador Sea is one of the most important regions for the formation of North Atlantic Deep Water (NADW). Surface water sinks into the depths, carrying DOM with it. NADW then distributes this material throughout the world’s oceans over centuries, thereby removing carbon from the atmosphere over the long term. In addition, continuous measurements of pCO₂ and O₂ in surface water are taken during the voyage to study the exchange of CO₂ between the ocean and the atmosphere. Many processes involved are still not fully understood, such as gas exchange under high wind speeds.
It is no secret that conditions at sea especially in this region are often very stormy, and in a chemistry lab, things can occasionally break. So how does this work at 11 Beaufort and 6-meter waves? Water samples usually need to be processed within 24 hours, so you cannot always take weather conditions into account. Some work is still done using wet chemistry and glass equipment. Accurately measuring reagents and holding glassware steady is not always easy on a rolling ship (and not always successful). Although efforts are made to counteract sudden ship movements and to secure all sample containers, boxes, and bottles, you may still be caught off guard by a tipping trash bin, and newly packaged plastic tubes or other lightweight items can suddenly fly across the lab with the next wave.
On top of that, when working with chemicals and samples, both hands are often needed. If a wave hits unexpectedly, holding on with a “third hand” (your foot, if you are quick enough) requires quite a bit of core strength. What makes working at sea special is that, alongside everyday desk work, you can also do hands-on work. This requires close cooperation with colleagues, allowing you to get to know them much better. In addition, many other research disciplines are on board, which creates exciting exchanges between different groups.
Finally, here is a small tip from our chemists for your first research expedition: strap everything down, strap everything down, strap everything down and always keep one ear on the ship’s radio. The work schedule is more of a suggestion under these weather conditions and can change hourly (the next CTD station is always just around the corner).
Ocean Acidification
Between Storms and Science: Easter in the Labrador Sea (04.04.26–13.04.26)
Between all the scientific work, we celebrated Easter on board, although the weather had other plans for us. Due to rough conditions, we weren’t able to carry out any CTD casts.

Easter itself was spent in a mix of rest and small celebrations. Some of us enjoyed a long Easter breakfast with traditional Easter bread, while others took the opportunity to sleep in. In the evening, we gathered with both crew and scientists for a small celebration. The ship’s cook even organized a quiz, and those who answered correctly were rewarded with Easter chocolate.
The next day, the weather improved, and we began early with the recovery of K1, a 3,495-meter-long mooring in the middle of the Labrador Sea.
We joined the nautical officers on the bridge before sunrise to search for it. Fortunately, K1 has a floating buoy with a light, so we were able to spot it even in the dark. The actual recovery started at first light, and it began to snow while we were working.


Amid all the CTDs and mooring operations, there was also a personal highlight: my (Sarah’s) birthday. Although I’ve spent birthdays away from home before, this one felt especially unique, being so far out at sea, with only limited internet contact.
Normally, I work the 4-8 shift, but my incredibly kind shift team gave me the morning off. That meant I could sleep in and even find time to call family and friends back home. In the afternoon, I was surprised with my favourite cake, baked by Julia.
Our work continued with the mooring array at 53°N, which consists of seven moorings. So far, we have recovered five (K7, K8, K9, DSOW1 and DSOW2), and three of them have already been redeployed (K7, K8 and DSOW1,).
Deploying K7 turned out to be particularly tricky. On our first attempt, sea ice drifted toward us faster than expected, forcing us to recover nearly half of the mooring again. While the ship itself can handle drifting ice, deploying a mooring is much more delicate: a long cable with instruments and floats is released behind the ship before the anchor is dropped, allowing the system to sink into place.
Two days later, we tried again and this time, the deployment was successful.

Afterwards, we moved closer to the sea ice, which was a highlight for many of us. Seeing the ice up close and even spotting a seal swimming nearby, made the experience unforgettable.


Due to the continuing harsh weather, the decision was made to return to K1 and make use of an upcoming weather window for deployment the following day.
German:
Zwischen Stürmen und Wissenschaft: Ostern in der Labradorsee (04.04.26 – 13.04.26)
Zwischen all der wissenschaftlichen Arbeit haben wir Ostern an Bord gefeiert, auch wenn das Wetter andere Pläne für uns hatte. Aufgrund der rauen Bedingungen konnten wir keine CTD-Messungen durchführen (Messungen von Leitfähigkeit, Temperatur und Tiefe im Ozean).

Ostern selbst war eine Mischung aus Erholung und kleinen Feierlichkeiten. Einige von uns genossen ein ausgedehntes Osterfrühstück mit traditionellem Osterbrot, während andere die Gelegenheit nutzten, etwas länger zu schlafen. Am Abend kamen Crew und Wissenschaftler*innen zu einer kleinen Feier zusammen. Der Koch organisierte sogar ein Quiz, und wer die Fragen richtig beantwortete, wurde mit Oster-Schokolade belohnt.
Am nächsten Tag besserte sich das Wetter, und wir begannen früh mit der Bergung von K1, einer 3.495 Meter langen Verankerung mitten in der Labradorsee. (Eine Verankerung ist eine lange, am Meeresboden befestigter Draht, der mit Instrumenten ausgestattet ist, um über längere Zeit Ozeandaten zu messen.)
Noch vor Sonnenaufgang gingen wir mit den nautischen Offizieren auf die Brücke, um nach ihr Ausschau zu halten. Glücklicherweise verfügt K1 über eine schwimmende Boje mit Licht, sodass wir sie bereits im Dunkeln entdecken konnten. Die eigentliche Bergung begann bei Tagesanbruch und es begann sogar zu schneien.


Zwischen all den CTD-Einsätzen und Verankerungsarbeiten gab es auch ein persönliches Highlight: meinen (Sarahs) Geburtstag. Obwohl ich schon öfter Geburtstage fernab von zu Hause verbracht habe, war dieser besonders, so weit draußen auf dem Meer und mit nur eingeschränktem Internetkontakt.
Normalerweise arbeite ich in der 4-8 Uhr Schicht, aber mein unglaublich nettes Schichtteam hat mir den Morgendienst freigegeben. So konnte ich etwas länger schlafen und hatte sogar Zeit, mit Familie und Freunden zu Hause zu telefonieren. Am Nachmittag wurde ich dann noch mit meinem Lieblingskuchen überrascht, den Julia für mich gebacken hat.
Unsere Arbeit ging weiter mit dem Verankerungs-Array bei 53°, das aus sieben Verankerungen besteht. Bisher haben wir fünf geborgen (DSOW1, DSOW2, K7, K8 und K9), von denen drei bereits wieder ausgebracht wurden (DSOW1, K7 und K8).
Das Ausbringen von K7 erwies sich als besonders schwierig. Beim ersten Versuch trieb das Meereis schneller auf uns zu als erwartet, sodass wir fast die Hälfte der Verankerung wieder einholen mussten. Obwohl das Schiff selbst gut durch treibendes Eis navigieren kann, ist das Ausbringen einer Verankerung deutlich anspruchsvoller: Dabei wird ein langer Draht mit Messinstrumenten und Auftriebskörpern hinter dem Schiff ausgesetzt, bevor am Ende der Anker gelöst wird und das gesamte System absinkt.
Zwei Tage später versuchten wir es erneut, diesmal mit Erfolg.

Anschließend fuhren wir näher an das Meereis heran, was für viele von uns ein besonderes Highlight war. Das Eis aus nächster Nähe zu sehen und sogar eine Robbe in der Nähe schwimmen zu beobachten, machte das Erlebnis unvergesslich.


Aufgrund der weiterhin rauen Wetterbedingungen wurde schließlich entschieden, zu K1 zurückzukehren, um ein bevorstehendes Wetterfenster für die Ausbringung am nächsten Tag zu nutzen.
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