Ocean Acidification
Between Storms and Science: Easter in the Labrador Sea (04.04.26–13.04.26)
Between all the scientific work, we celebrated Easter on board, although the weather had other plans for us. Due to rough conditions, we weren’t able to carry out any CTD casts.
Easter itself was spent in a mix of rest and small celebrations. Some of us enjoyed a long Easter breakfast with traditional Easter bread, while others took the opportunity to sleep in. In the evening, we gathered with both crew and scientists for a small celebration. The ship’s cook even organized a quiz, and those who answered correctly were rewarded with Easter chocolate.
The next day, the weather improved, and we began early with the recovery of K1, a 3,495-meter-long mooring in the middle of the Labrador Sea.
We joined the nautical officers on the bridge before sunrise to search for it. Fortunately, K1 has a floating buoy with a light, so we were able to spot it even in the dark. The actual recovery started at first light, and it began to snow while we were working.
Amid all the CTDs and mooring operations, there was also a personal highlight: my (Sarah’s) birthday. Although I’ve spent birthdays away from home before, this one felt especially unique, being so far out at sea, with only limited internet contact.
Normally, I work the 4-8 shift, but my incredibly kind shift team gave me the morning off. That meant I could sleep in and even find time to call family and friends back home. In the afternoon, I was surprised with my favourite cake, baked by Julia.
Our work continued with the mooring array at 53°N, which consists of seven moorings. So far, we have recovered five (K7, K8, K9, DSOW1 and DSOW2), and three of them have already been redeployed (K7, K8 and DSOW1,).
Deploying K7 turned out to be particularly tricky. On our first attempt, sea ice drifted toward us faster than expected, forcing us to recover nearly half of the mooring again. While the ship itself can handle drifting ice, deploying a mooring is much more delicate: a long cable with instruments and floats is released behind the ship before the anchor is dropped, allowing the system to sink into place.
Two days later, we tried again and this time, the deployment was successful.
Afterwards, we moved closer to the sea ice, which was a highlight for many of us. Seeing the ice up close and even spotting a seal swimming nearby, made the experience unforgettable.
Due to the continuing harsh weather, the decision was made to return to K1 and make use of an upcoming weather window for deployment the following day.
German:
Zwischen Stürmen und Wissenschaft: Ostern in der Labradorsee (04.04.26 – 13.04.26)
Zwischen all der wissenschaftlichen Arbeit haben wir Ostern an Bord gefeiert, auch wenn das Wetter andere Pläne für uns hatte. Aufgrund der rauen Bedingungen konnten wir keine CTD-Messungen durchführen (Messungen von Leitfähigkeit, Temperatur und Tiefe im Ozean).
Ostern selbst war eine Mischung aus Erholung und kleinen Feierlichkeiten. Einige von uns genossen ein ausgedehntes Osterfrühstück mit traditionellem Osterbrot, während andere die Gelegenheit nutzten, etwas länger zu schlafen. Am Abend kamen Crew und Wissenschaftler*innen zu einer kleinen Feier zusammen. Der Koch organisierte sogar ein Quiz, und wer die Fragen richtig beantwortete, wurde mit Oster-Schokolade belohnt.
Am nächsten Tag besserte sich das Wetter, und wir begannen früh mit der Bergung von K1, einer 3.495 Meter langen Verankerung mitten in der Labradorsee. (Eine Verankerung ist eine lange, am Meeresboden befestigter Draht, der mit Instrumenten ausgestattet ist, um über längere Zeit Ozeandaten zu messen.)
Noch vor Sonnenaufgang gingen wir mit den nautischen Offizieren auf die Brücke, um nach ihr Ausschau zu halten. Glücklicherweise verfügt K1 über eine schwimmende Boje mit Licht, sodass wir sie bereits im Dunkeln entdecken konnten. Die eigentliche Bergung begann bei Tagesanbruch und es begann sogar zu schneien.
Zwischen all den CTD-Einsätzen und Verankerungsarbeiten gab es auch ein persönliches Highlight: meinen (Sarahs) Geburtstag. Obwohl ich schon öfter Geburtstage fernab von zu Hause verbracht habe, war dieser besonders, so weit draußen auf dem Meer und mit nur eingeschränktem Internetkontakt.
Normalerweise arbeite ich in der 4-8 Uhr Schicht, aber mein unglaublich nettes Schichtteam hat mir den Morgendienst freigegeben. So konnte ich etwas länger schlafen und hatte sogar Zeit, mit Familie und Freunden zu Hause zu telefonieren. Am Nachmittag wurde ich dann noch mit meinem Lieblingskuchen überrascht, den Julia für mich gebacken hat.
Unsere Arbeit ging weiter mit dem Verankerungs-Array bei 53°, das aus sieben Verankerungen besteht. Bisher haben wir fünf geborgen (DSOW1, DSOW2, K7, K8 und K9), von denen drei bereits wieder ausgebracht wurden (DSOW1, K7 und K8).
Das Ausbringen von K7 erwies sich als besonders schwierig. Beim ersten Versuch trieb das Meereis schneller auf uns zu als erwartet, sodass wir fast die Hälfte der Verankerung wieder einholen mussten. Obwohl das Schiff selbst gut durch treibendes Eis navigieren kann, ist das Ausbringen einer Verankerung deutlich anspruchsvoller: Dabei wird ein langer Draht mit Messinstrumenten und Auftriebskörpern hinter dem Schiff ausgesetzt, bevor am Ende der Anker gelöst wird und das gesamte System absinkt.
Zwei Tage später versuchten wir es erneut, diesmal mit Erfolg.
Anschließend fuhren wir näher an das Meereis heran, was für viele von uns ein besonderes Highlight war. Das Eis aus nächster Nähe zu sehen und sogar eine Robbe in der Nähe schwimmen zu beobachten, machte das Erlebnis unvergesslich.
Aufgrund der weiterhin rauen Wetterbedingungen wurde schließlich entschieden, zu K1 zurückzukehren, um ein bevorstehendes Wetterfenster für die Ausbringung am nächsten Tag zu nutzen.
Between Storms and Science: Easter in the Labrador Sea (04.04.26–13.04.26)